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Fachausdruck-Lexikon

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S


Satzspiegel Als Satzspiegel bezeichnet man die in einer Drucksache mit Satz oder Bild bedeckte Fläche in Länge und Breite.
Scanner Gerät zur Digitalisierung von Aufsichts- oder Durchsichtsvorlagen. Die Vorlagen werden meist mit Hilfe einer CCD-Zeile punktweise abgetastet. Die Auflösung wird durch die Anzahl der erfassbaren Bildpunkte bestimmt. In der Vorstufe werden rotierende Trommelscanner und Flachbettscanner eingesetzt.
Quelle: Print & Produktion 4/2005, S.12
Schiff Eine an drei Seiten umrahmte Metallplatte zum Zusammenstellen des Satzes.
Schimmelbogen Ein Druckbogen, der in der Druckmaschine aus Versehen nur von einer Seite bedruckt wurde, also einseitig weiß wie ein Schimmel ist.
Schimmelbogen-Bild

Bildquelle: Jägerlatein der Schwarzen Kunst - Hanseatische Verlagsanstalt GmbH / Bremen (1991)

Schließen Festsperren der fertigen Buchdruckform in einem Metallrahmen.
Schmitz Infolge schlechter Einstellung der Maschine auftretender unscharfer Druck in Bildern oder Schrift.
Schnellschuss Der 'Schnellschuss' ist der Auftrag, der dem Drucker heute erteilt wurde, aber gestern bereits fertig geliefert werden musste. Leider sind heutzutage 95 von 100 Aufträgen Schnellschüsse, doch ein guter Drucker weiß zu unterscheiden zwischen eiligen und brandeiligen Aufträgen.
Schnellschuss-Bild

Bildquelle: Jägerlatein der Schwarzen Kunst - Hanseatische Verlagsanstalt GmbH / Bremen (1991)

Schriftgrad Größe einer Schrift, ursprünglich bezeichnet nach der Kegelstärke, gemessen in typographischen Punkten.
Schriftlinie Eine gedachte Linie, auf der alle Buchstaben einer Zeile (ohne Unterlängen) stehen.
Schusterjunge Der Schusterjunge ist die erste Zeile eines Absatzes, wenn sie allein am Ende einer Spalte steht oder fertig umbrochenen Seite steht. Heute wird auf Schusterjungen leider kaum noch Rücksicht genommen.
Siehe auch Hurenkind
Schweizerdegen Die alten Schweizerdegen kämpften für jeden Kriegsherrn, der sie bezahlte, sie waren also auch für zweierlei Herren zu gebrauchen. In der Schwarzen Kunst ist ein Schweizerdegen jemand, der sowohl Setzer, als auch Drucker gelernt hat und somit für beiderlei zu gebrauchen ist.
Serifen Serifen sind die Endquerstriche an einer Antiqua-Schrift, z.B. die Füße des Buchstabens m. Bekannte Serifen-Schriften sind Times New Roman oder Garamond.
Sonderfarben Auch Schmuckfarben genannt. Speziell gemischte Druckfarbe, die nicht aus den Standart-Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb, oder Schwarz besteht. Jede Sonderfarbe ergibt einen zusätzlichen Farbauszug für den Druck. Die Sonderfarben werden in Anwendungsprogammen mit Hilfe von Farbtabellen ausgewählt.
Quelle: Print & Produktion 4/2005, S.12
Spationieren oder Sperren ... ist das vergrößern der Buchstabenzwischenräume um eine Zeile zu verlängern oder gar eine Zeile mehr zu bekommen. Dieser 'Trick' wird oft verwendet, wenn es darum geht, Schusterjungen und Hurenkinder zu vermeiden.
Speck Wenn ein Setzer vorhandenen Stehsatz, also bereits gesetzte Arbeiten, verwenden kann, um daraus ohne große Veränderungen einen neuen Satz zu machen, der dann benutzt und berechnet werden kann. Allgemein kann man jeden Vorteil durch vorhandene Sachen, der sich einem Setzer bietet, als Speck bezeichnen.
Speck Bild

Bildquelle: Jägerlatein der Schwarzen Kunst - Hanseatische Verlagsanstalt GmbH / Bremen (1991)

Spieß Der Ärger den die Buchdrucker haben, wenn sie einen Spieß sehen, ist groß, denn der Spieß hat die Angewohnheit, unverhofft immer wieder aufzutauchen. Das Füllmaterial einer Buchdruckform, das sich beim Drucken langsam hochdrückt und dann zwischen den Zeilen mitdruckt, nennt man Spieß. Er verschwindet meist nicht durch einmaliges herunterdrücken.
Spitzkolumne Eine Seite, die nicht den gesamten Satzspiegel der anderen Seiten in einem umfangreicheren Druckwerk ausfüllt. Zum Beispiel die letzte Seite eines Buchkapitels, bei der der Text nicht bis zum Seitenende geht.
Steg Großes Stück Blindmaterial, dass zum Auffüllen nichtdruckender Flächen dient.
Stereo Aus Blei oder Kunststoff bestehendes Duplikat von einem Original-Druckstock. Man fertigt von diesem zunächst einen negativen Abdruck aus Maternpappe. Diese Matritze hintergießt man dann mit Blei.